wie alles begann...

 

…der Schnauzer-Virus begann harmlos:

1981 zog mit 8 Wochen Mischling „Remus“ aus dem Bochumer Tierheim bei mirein:

Mutter: Mittelschnauzer, Vater: unbekannt entkommen

Vom Aussehenher konnte er neben dem Schnauzererbe noch etliche andere Verdächtige belasten, hatte auch nur eine Widerristhöhe von 40cm und wog 11kg(erwachsen); charakterlich aber Schnauzer durch und durch:

Seine Anhänglichkeit, Treue, Wachsamkeit und Intelligenz, jedoch auch den „Sturkopp“.

Gesund und ausdauernd kam es wie es kommen musste: der Hund brauchte eine Beschäftigung, nur lange Spaziergänge reichten nicht aus, um ihn auszulasten.

So kamen wir zum DVG Wattenscheid-West, unter lauter „harten“ Schutzhundesportlern wurden wir anfangs oft belächelt - damals war die Begleithundeprüfung noch etwas völlig exotisches.

Doch sein Charme und Können  überzeugten auch dieSkeptiker: Remus legte zahlreiche BH Prüfungen ab und stieg zum Vereinsmaskottchen auf. Er hat mir den Weg in den Hundesport aufgezeigt.

Remus war fast 16 Jahre mein „Schatten“, Leine?: was ist das? Das innere Band hielt sicher. Der Schnauzer-Virus war frei gesetzt…

Gleichzeitig hatte mich der Schutzhundesport in seinen Bann gezogen. 

So bekam mein Fast-Schnauzer mit vier Jahren seinen Begleitschutz(oder umgekehrt): DSH Dustin(1985 -1998, SchH III, Körklasse 1)). Daneben begleiteten uns noch für mehr oder weniger kurze Lebensabschnittsphasen die DSH Lutz (BH)und Tinka (SchHII). Lutz starb leider gerade zweijährig an einer Magendrehung und Tinka wurde aus schlechter Haltung adoptiert, was sowohl im Sport als auch im täglichen Leben immer wieder mal für Probleme sorgte.

Seit ca. 10Jahren habe ich nicht mehr die Gelegenheit einen „Zweit“- oder gar Dritthund zuhalten. Raum und Zeit sprechen dagegen.

Dies ist schade für meine Zweitliebe DSH, aber der Schnauzer bleibt die Nr.1!  

Nach Remus zog dann ein „echter“ Schnauzer ein: Canis vom Wittekindland, genannt Casimir (1987-2008), tiefschwarz, wunderschön und mit viel Spieltrieb: ZB:V, BH, AD, Stöberprüfung I-III, gekört.

Leider hat das ein oder andere Gebrechen ein stärkeres Führen im Hundesport unmöglich gemacht. Von der sprichwörtlichen gesundheitlichen Robustheit konnte hier keine Rede sein. Aus diesem Grund wurde er –trotz Körung und Anfragen- von mir nicht für die Zucht frei gegeben.

VerantwortungsvolleZüchter sollten meines Erachtens auf drei Säulen möglichst gleichwertig achten: Aussehen, Wesen und Gesundheit!

Der zigfachprämiierte Deckrüde mit vielen Ausstellungstiteln ist vielleicht ein seelischer Krüppel und kommt im „realen“ Hundeleben gar nicht klar.

Natürlich soll ein Schnauzer auch aussehen wie ein Schnauzer, d.h. dem Standard entsprechen, aber hier wird auch auf die Robustheit hingewiesen. Der Schnauzer ist keine Couch-potatoe, sondern ein eifriger Begleiter und Beschützer, der gefordert und gefördert werden muss. 

mein Bringsel